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Für seinen exzellenten Bergkäse ist der Bregenzerwald weitum bekannt. Die Grundlage dafür, nämlich silofreie Heumilch, liefern die Bauern, die bis heute die Dreistufenlandwirtschaft pflegen.

Für seinen exzellenten Bergkäse ist der Bregenzerwald weitum bekannt. Die Grundlage dafür, silofreie Milch („Heumilch“), liefern die Bauern, die bis heute die Dreistufenlandwirtschaft pflegen. Regionales, oft einfallsreich verfeinert, genießt man in den vielen ausgezeichneten Wirtshäusern und Restaurants  und beim „Tafeln im Bregenzerwald“. Ein heißer Tipp ist aber auch ein kulinarsche Wanderung in der Region.

„Das Tier ist nicht so hektisch wie der Mensch“ weiß Hubert Natter vom Christahof aus Bezau. Zusammen mit seiner Frau Christa hält er Hühner, die ihre Ruhe und das Leben auf der Wiese lieben. Natters Kunden wiederum, zu denen Bregenzerwälder Hotels und eine Supermarkt­kette zählen, schätzen die hohe Qualität der Eier. Diese Geschichte und was es mit Eiern, Japan und dem Bregenzerwald auf sich hat, erzählt das aktuelle Reisemagazin Bregenzerwald.

Mit der Natur. Für die Natur.

Die Bregenzerwälder Landwirtschaft ist das Rückgrat für die Erhaltung und die Pflege der Kulturlandschaft. Die Grundlage dafür und eine Besonderheit ist die seit Jahrhunderten gepflegte 3-stufige Bewirtschaftung der Weiden. Nach der Schneeschmelze grast das Vieh die Talweiden ab. Dann geht es aufs „Vorsäß“, eine Art Mittelstation, im Hochsommer auf die Hochalpe und dann etappenweise wieder zurück in den heimischen Stall. Vorteil dieses „Nomadentums“ ist neben der Erhaltung der Kulturlandschaft die optimale Nutzung der Weideflächen. Dazu kommt, dass Alpweiden mit ihren vielen Kräutern die gesündeste Ernährung für Milchkühe bieten. So wird die Milch besonders geschmackvoll und aromatisch, die ideale Voraussetzung für den würzigen Bregenzerwälder Bergkäse.

Die Zukunft der klein strukturierten Landwirtschaft zu sichern – 9 Kühe zählt ein Bauer im Durchschnitt –, hat im Bregenzerwald branchenübergreifende Bedeutung. Dementsprechend eng ist die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Tourismus und Handel. Auch Initiativen wie die KäseStrasse Bregenzerwald tragen dazu bei. Das Bewusstsein, hochwertige Lebensmittel aus bäuerlicher Produktion zu verwenden, ist groß. Groß ist auch die Produktpalette: von exzellenten Käsen über köstliche Joghurts, Fleisch- und Speck-Spezialitäten bis zu Edelbränden und Kosmetik aus Molke.

Im Frühling 2011 wurde die Dreistufenlandwirtschaft im Bregenzerwald in die österreichische Liste des immateriellen Erbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.

Käse-Spezialitäten

Das kulinarische Aushängeschild ist der Bregenzerwälder Berg- und Alpkäse, ein schmackhafter Hartkäse, der umso würziger schmeckt, je länger er reift. Hergestellt wird der Käse in 17 Dorfsennereien und – im Sommer – auf rund 90 Sennalpen. Für die Erzeugung wird ausschließlich silofreie Milch („Heumilch“) verwendet, eine Rarität innerhalb der EU, denn nur rund 3 Prozent der Milch sind silofrei.

Zu den lokalen Spezialitäten zählen außerdem Rohmilch-Emmentaler, Camemberts, Kuh-, Schaf- und Ziegenkäsle sowie der Bachensteiner, ein feiner Rotschmierweichkäse. Außerhalb Vorarlbergs so gut wie unbekannt ist der so genannte „Alpzieger“ aus Molke, der seine typische grüne Farbe über 40 verschiedenen Kräutern verdankt. Eine Rarität ist der „Gsig“ oder „Sig“, der wegen seiner braunen Farbe auch als Wälder-Schokolade angepriesen wird. Dabei handelt es sich um karamellisierten Milchzucker, den man pur essen kann oder zur Verfeinerung von Desserts verwendet.

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Kulinarische Wanderung

Bregenzerwald Tourismus bietet verschiedene kulinarische Wanderungen als buchbare Tagesarrangements an. Alle Wanderungen führen durch ausgesucht schöne Landschaften und inkludieren Frühstück, Mittagessen und Dessert mit regionalen Spezialitäten. Gespeist wird in drei verschiedenen Berggasthäusern oder Restaurants.

Auf den Wegen ist man zwischen 3 ½ bis 4 ½ Stunden unterwegs. Die Tagesarrangements kosten inklusive Bergfahrten zwischen 40,- und 57,- Euro pro Person. Ermäßigungen gibt es für Inhaber der Bregenzerwald Gäste- oder Saison-Card. Tickets dafür können auf  www.bregenzerwald.at/s/de/kulinarische-wanderungen erworben werden.

KäseStrasse Bregenzerwald

Die KäseStrasse ist keine Straße im herkömmlichen Sinn, sondern ein Zusammenschluss von Experten unterschiedlichster Disziplinen. Die Mitglieder – Sennereien, Käsewirte, Bauernhöfe mit Ab-Hof-Verkauf – laden zu Verkostungen und weihen in die Geheimnisse der Käse­produktion ein. Viele Bregenzerwälder Wirtshäuser sind Mitglied der KäseStrasse und somit ausgewiesene „Käsewirte“ mit entsprechender Speisekarte. Die meisten Käsewirte bieten ihre Köstlichkeiten in typischen Bregenzerwälder Häusern an, in gemütlichen Stuben und mit dem Blick auf holzgeschindelte Fassaden.

Stationen an der KäseStrasse darüber hinaus: der moderne Käsekeller in Lingenau, in dem viele tausend Laibe Bergkäse reifen; das Käsehaus in Andelsbuch, in dem man an sieben Tagen in der Woche die ganze Bandbreite an Bregenzerwälder Käsen und Köstlichkeiten kaufen kann. Am Hof und im Schaustall von Familie Metzler in Egg erleben Besucher landwirtschaftliche Abläufe und vor allem Kühe und Ziegen hautnah. Ebenfalls am Hof: eine Sennschule, die Molkekosmetik­produktion und ein Hofladen.

Höhepunkt im Herbst ist der Alpabtrieb, der in mehreren Orten gefeiert wird. Die größte Veranstaltung, mit Markt und Käseprämierung, findet in Schwarzenberg statt.

Wandern im Bregenzerwald_Alpe Sattelegg Au 1 © Adolf Bereuter_Bregenzerwald Tourismus - Kopie

Sennhaus Rehmen

Im „Rehmer Sennhus“ stellt der erfahrene Senner Hermann Berchtold Käse nach alter Tradition her, damit diese Produktionsweise erhalten bleibt. Statt mit modernen Maschinen arbeitet er mit Käseharfen und Käsetüchern – so, wie es heute fast nur noch auf den Alpen praktiziert wird. Die Käselaibe werden von Hand gebürstet und gesalzen.

Wiederentdeckt hat Hermann Berchtold außerdem den „Seagen“, die Sennsuppe, die er neben anderen Raritäten wie „Gsig“ und Zieger verkauft. Als Sennsuppe bezeichnet man jene Flüssigkeit, die nach dem Abschöpfen des Käsebruchs übrig bleibt und in einem speziellen Verfahren weiter bearbeitet wird. „Seagen“ besteht hauptsächlich aus Molke, ist reich an Milcheiweiß, fettarm und wirkt gut für den Magen und die Verdauung.

Kulinarik © Adolf Bereuter_Bregenzerwald Tourismus

Alp-Erlebniss

Auf der Strecke von Hittisau nach Balderschwang liegt etwa 500 Meter nach der Kapelle in Sippersegg die Bio-Alpe Gerisgschwend. In der traditionellen Sennerei können Besucher miterleben, wie Alpkäse und Alpbutter erzeugt werden und einen Blick in den Keller werfen, wo der Käse reift. Wer will, kann beim Sennen auch selbst Hand anlegen –  um Anmeldung wird gebeten (Familie Josef Schwärzler, T +43 (0)664 89 43 220).

Fotocredits:
Bild 1: (c) Bregenzerwald Tourismus
Bild 2 und 3: (c) Bregenzerwald Tourismus, Adolf-Bereuter