Hüttenübernachtung – klingt romantisch – und ist es für viele Wanderer auch. Andere sehen darin oft ein notwendiges Übel, um eine mehrtägige Wanderung durchführen zu können. Wir geben einen kurzen Überblick über die Pros und Contras und zeigen auf, was man für eine Hüttenübernachtung mitnehmen sollte.

Hütten zählen zu den beliebtesten Wanderzielen in den Bergen.  Sie werden aber nicht nur gerne zum Einkehren und Rasten genutzt, sondern auch zum Übernachten.  Besonders bei mehrtägigen bzw. langen Wanderungen, ist eine Hüttenübernachtung oftmals ein Muss. Und schon da scheiden sich die Geister. Während einige Wanderer die urigen Schlafplätze lieben, emfinden andere Bergfexe Matratzenlager und Co als notwendiges Übel. Dabei kann man Hüttenübernachtungen nicht unbedingt immer miteinander vergleichen. Gibt es doch sehr einfache Schlafgelegenheiten wie Matzratzenlager oder große gemischte Räume mit Stockbetten ebenso wie Familien- bzw. Zweibettzimmer, die schon eher an „normale Urlaubsquartiere“ erinnern. Eines haben aber fast alle Hütten gemeinsam – es gibt gemeinschaftliche Waschräume (meist getrennt nach Damen und Herren – die von allen gemeinsam genutzt werden. „Private Bäder“ sind meist auch aus Wassermangel am Berg – in der Regel nicht vorhanden.

Was man für eine Hüttenübernachtung benötigt

Einfachere Hütten verfügen oft nur über Matztratzenlager. Diese sind zumeist mit Decken oder Schlafsäcken ausgestattet. Es empfiehlt sich aus hygienischen Gründen dennoch, einen eigenen Hüttenschlafsack mitzunehmen (bzw. meist ist dieser auch vorgeschrieben). Dieser ist leicht, gut faltbar und benötigt nur wenig Platz im Rucksack. Auch die Kosten dafür sind mit einem Durchschnittspreis zwischen € 15.- und € 20.- überschauber. In manchen Hütten werden Hüttenschlafsäcke auch vor Ort zum Kauf angeboten.

Hilfreich sind – besonders in Schlafsäälen oder Matratzenlagern – auch Ohropax. Übernachten viele Menschen in einem Raum, ist damit ein ständiges Kommen und Gehen verbunden. Eine nächtliche Ruhe ist somit nicht wirklich gegeben. Besonders wenn man einen leichten Schlaf hat, können die kleinen Ohrstöpsel wertvolle Hilfe leisten, um am kommenden Tag halbwegs ausgeschlafen zu sein.

Da ab einer gewissen Höhenlage auch mit deutlich geringeren Themperaturen verbunden ist, ist es wichtig auch ausreichend warme Bekleidung mitzunehmen. Auch auf Wäsche zum Wechseln sollte man nicht vergessen.

Ein wichtiges Utensil – besonders in wasserarmen Gegenden ist eine Trinkflasche, die vor dem Abmarsch aus der Hütte mit frischem Wasser oder Getränken gefüllt werden kann.

Auf vielen Hütten ist Selbstversorgung nicht gestattet. Ein kleiner Snack (Obst, Müsliriegel, Trockenfrüchte …) für die Wanderung sollte dennoch mit im Rucksack sein, um im Notfall für den größten Hunger gerüstet zu sein.

Ein wichtiges – oftmals unterschätztes Detail bei langen Wanderungen sind auch die passenden Socken. Man kann noch so gute und teure Wanderschuhe tragen – wenn die Füße in den falschen Socken stecken, gibt es dennoch Blasen und Druckstellen. Man sollte daher Blasenpflaster und frische, gut sitzende Socken mitnehmen, um den Füßen während der Hüttenübernacht Gelegenheit zur Erholung zu bieten.

Ein eigenes kleines Handtuch sollte ebenfalls Platz im Rucksack finden. Auch hier gibt es kleine, sehr saugfähige Mikrofasrer-Varianten, die kaum Platz brauchen.

Hüttenübernachtung Pro & Contra

Pro:

  • urige Schlafstätte
  • Aufwachen am Berg. Sonnenaufgang bzw. – untergang genießen
  • Kostengünstig

Contra:

  • Oftmals viele Menschen auf engem Raum (Matratzenlager, Schlafsääle)
  • Ungestörte Nachtruhe ist fraglich
  • Keine Privatspäte in gemeinsamen Schlafbereichen
  • Hunde meist nicht erlaubt

Tipps für Hüttenwanderungen in Österreichs Wanderdörfern

In Österreichs Wanderdörfern gibt es zahlreiche Wandertouren, bei denen man sich in das Erlebnis Hüttenübernachtung stürzen kann. Eine kleine Auswahl an Touren mit unterschiedlicher Länge und Schwierigkeitsgrad findet sich hier. Was es auf jeden Fall zu beachten gilt, ist, dass gerade in der Hauptsaison immer vorab reserviert werden sollte, damit man auch den gewünschten Schlafplatz erhält.